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Unser Poldi – ein Portrait

„Fußball ist einfach: Rein das Ding und ab nach Hause.“ Lukas Podolski

Wir kennen ihn alle – Lukas Podolski – eine wahre Fußballgröße. Er ist jemand, der nicht nur als ein talentierter Fußballspieler für Freude sorgt, sondern auch durch seine unglaublich sympathische Art. Am Mittwoch den 22. März 2017 hatte er sein 130. Länderspiel gegen England und gehört somit zu dem Spieler mit den dritthäufigsten Länderspielen der DFB Geschichte. Er führte das Team als Kapitän an und es war ein großartiger Erfolg. Podolski war es der Deutschland in seinem Abschiedspiel in der 69. Minute ein Traumtor schoss und somit den Sieg holte. Bei seiner Auswechslung erhoben sich die Zuschauer von ihren Sitzen, Podolski drückte Löw und klatschte seine Teamkollegen ab… das nennt man mal einen Abgang! Das Tor wurde zu seinem 49. Treffer für die Nationalmannschaft und somit hatte er sich wohl selbst das schönste Geschenk gemacht.

Das Team wird ihn auf jeden Fall sehr vermissen, denn sein ansteckender Humor und seine unbeschwerte Art kamen gut an. Und auch Löw meinte, dass Podolski einfach ein Mensch ist, dem die Herzen überall zufliegen, da Empathie eine seiner großen Stärken ist. Er hat jedem das Gefühl gegeben, dass er wichtig ist.

Sportlicher Rückblick

Seine Karriere als Fußballprofi startete er nach seiner Fachoberschulreife und seinem Zivildienst am Olympiastützpunkt Köln-Bonn-Leverkusen. Als Jugendspieler wechselte er vom FC 07 Bergheim (1991-1995) zum 1. FC Köln und bereits 2003 winkte ein Profivertrag. Im Kölner Fußballverein durchlebte er einige Höhen und Tiefen. In der Saison 2004/05 kam es zum Abstieg des 1. FC aber dank Podolski ging es wieder bergauf und mit 24 Toren wurde er Torschützenkönig der 2. Bundesliga. Als es jedoch wieder schlechter lief für den 1. FC musste Podolski im Juli 2006 schweren Herzens zum FC Bayern München wechseln. Seine Zeit bei den Bayern war nicht so erfolgreich und es kam in 3 Jahren nur zu 15 Bundesligatoren, bevor er 2009 wieder zurückkehrte zum 1. FC Köln. Allerdings verließ er den Verein erneut, als es 2012 wieder zum Abstieg kam, und wechselte zum englischen Premier League FC Arsenal. In diesem Jahr gehörte er gemessen an der Anzahl der verkauften Trikots zu den 10 beliebtesten britischen Fußballspielern. 2014 holte Bundestrainer Joachim Löw ihn in den Kader der WM in Brasilien, wo er mit der Nationalmannschaft Weltmeister wurde. 2015 spielte er dann überragend für Galatasarya Istanbul und holte bereits in seinem ersten Pflichtpiel im August den türkischen Supercup durch einen 1:0 Sieg. Im Jahr 2016, für die Fußball EM in Frankreich, wurde er dann wieder in die Nationalmannschaft aufgenommen.

Die persönlichen Auszeichnungen, die Podolski bereits erhalten hat, sind zahlreich. Beispielsweise wurde er 2006 zum besten jungen Spieler der WM ernannt. Er erhielt nach der EM 2008 den silbernen Schuh und mehrere Male auch das silberne Lorbeerblatt. Er wurde auch bereits mehrere Male zum Fußballer wie auch zum Torschützen des Monats ernannt. Was ihm sogar einen Rekord einbrachte, da er als der häufigste Torschütze des Monats (ganze 11x) gilt. Und zudem hält er den Rekord für das schnellste deutsche Länderspieltor und dem zweitschnellsten der Welt nach 9 Sekunden, welches zustande kam im Spiel Deutschland gegen Ecuador im Mai 2013.

Familienleben

Podolski kommt aus einer sehr sportlichen Familie, bereits sein Vater war ein ehemaliger Fußballprofi, der in der ersten polnischen Liga spielte. Und seine Mutter war keine weniger, als die Handballerin Krystyna Podolska, die in der Nationalmannschaft spielte. Als seine Eltern 1987 von Polen nach Deutschland kamen, da war Podolski gerade mal 2 Jahre alt.

Verheiratet ist Podolski seit 2011 mit der hübschen Polin Monika Puchalski, zusammen sind sie allerdings schon seit 2004. Sie hatte ihn kennengelernt, als sie junge 17 Jahre alt war. Im Gegensatz zu andern Spielerfrauen ist sie nicht gerne auf Galas und im Blitzlichtgewitter. Die gelernte Kosmetikerin stärkt Podolski lieber im Hintergrund den Rücken und kümmert sich um die zwei gemeinsamen Kinder, Sohn Louis (* 2008) und dem neuen Nachwuchs Tochter Maya (* 2016). Sie legen beide Wert auf Privatsphäre, haben denselben Humor und sind ein tolles Team. Ihre Bodenständigkeit und jegliches Fehlen von Star-Allüren macht die beiden sehr beliebt.

Was Sie wahrscheinlich noch nicht wussten aber interessieren könnte…

Podolski ist der einzige Spieler, der den Bundestrainer Löw duzt.

Nach all den Witzen über Löw‘s männliche Angewohnheiten in der Öffentlichkeit war es auch Podolski, der ihn in Schutz genommen hatte und meinte „80 % von euch und ich auch kraulen sich auch mal an den Eiern.”

Bastian Schweinsteiger ist einer seiner besten Freunde und sie simsen oder telefonieren täglich.

Sein Hobbys sind Basketball, Musik und seine Familie und Freunde. Er unterstützt auch einen Basketballverein in Köln.

Er trinkt keinen Alkohol.

Er mag es sich bei Jugendsport Projekten sozial zu engagieren.

Beim Muskeltraining hört er gerne Musik von Rappern wie Ja Rule, DMX und The Notorious B.I.G.

Zudem veröffentlichte er 2016 mit dem Rapper Mo-Terres und der Band Cat Ballou den Song „Liebe deine Stadt“, welcher in den Charts auf Platz 26 war.

Sein Vermögen wird auf 28 Millionen Euro geschätzt.

Er hat ein eigenes Modelabel namens „Strassenkicker“ und einen Laden in Köln. Dort kann man lässige und sportliche Kleidung finden wie Kapuzenpullover, T-shirts und Caps. In seinem Instagram-Account macht er für das Label auch manchmal Werbung.

Zu seinen Vorbildern gehören Ronaldo und Ronaldino.

Und jetzt, was hat der Gute jetzt so vor?

Im Sommer 2017 wird er vom türkischen Rekordmeister Galatasaray Istanbul zum japanischen J-League-Klub Vissel Kobe wechseln. Dort kann er dann auch sein Gehalt noch mal etwas aufbessern, denn es werden wohl mit den Prämien bis zu 8 Millionen Euro jährlich sein. Podolski jedenfalls freut sich auf die japanische Liga und sieht es als neue Herausforderung an.